Stabwechsel bei BINS 50plus-Partner AIP: Huber folgt auf Guggemos
Die AIP-GmbH, BINS-Umsetzungsträgerin und -Koordinatorin, bekommt einen neuen Chef. Nach gut fünfeinhalb Jahren gibt Prof. Peter Guggemos seine Amtsführung ab, weil er zum September einen Ruf als Professor für Arbeitsmarktpolitik und Politische Soziologie an die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit nach Mannheim angenommen hat.
Die AIP-Gesellschafter, neben der Stadt die Bildungsdienstleister BBZ, bfz, DAA, Kolping Akademie und Online & Service, wählten diese Woche Dr. Andreas Huber, bislang am INIFES-Institut tätig, zu seinem Nachfolger. Schon bislang arbeiteten AIP und INIFES sehr eng zusammen. Auch künftig wird sich die AIP mit Arbeitsmarktprojekten, Arbeitsmarktforschung und Personalentwicklungsfragen befassen, und dazu Fördergeld in die Region holen. Dem scheidenden Geschäftsführer Guggemos lag das Zusammendenken von Wirtschaftsförderung und Sozialpolitik besonders am Herzen, ebenso das Thema Management der Vielfalt, zu dem im AIP-Verlag etliche Bücher erschienen. Bundesweit mit führend ist Guggemos auch im Bereich der Demographieberater-Ausbildung. Huber ist ebenfalls Demographiefachmann mit zahlreichen Veröffentlichungen. Inwieweit neue Schwerpunkte angesichts einer neuen Stadtregierung und eines neuen Wirtschafts- wie Sozialreferenten gesetzt werden sollen, wird eine Gesellschafterversammlung im Oktober beraten.
Die AIP GmbH wurde 2002 zur Gewinnung und Umsetzung großer europäischer Arbeitsmarktprojekte für die Stadt und Region Augsburg gegründet. Es gelang der AIP unter Guggemos, für die ersten beiden Großprojekte Equal 1 und AGIL Nachfolgeprojekte zu finden und die AIP zu einem stabilen arbeitsmarktpolitischen Player in der Region zu machen. Aktuell laufen das 50plus-Projekt BINS der ARGEn für Beschäftigung in Nordschwaben, das Jugendprojekt Oberhausen at work, die AktivJobber-Steuerung für die Stadt, sowie kleinere Forschungsaktivitäten.
Mögen größere Projekte heute seltener sein als noch vor fünf Jahren, so bleibt es dennoch weiter erforderlich, Wirtschaftsförderung und Sozialpolitik zusammen zu denken, um Menschen in Arbeit zu bringen. Der von AIP immer wieder unternommene Versuch, die heterogenen Arbeitsmarktakteure zusammen zu trommeln und, beispielsweise über die Zukunftskonferenzen, zu einer gemeinsamen Situationsdiagnose und gemeinsamen Planungen und Schwerpunktsetzungen zu bewegen, wird in der Metropolregion München eher noch wichtiger werden. Die auch von den AIP-Gesellschaftern gewünschte Rolle des ehrlichen Arbeitsmarkt-Maklers in der Region sollte erhalten werden.
Der neue AIP-Chef Huber ist Wirtschaftsgeograph und hat über Change Management-Prozesse promoviert. Er will die Arbeit seines Vorgängers fortführen: "Wir werden alles daran setzen, auch in Zukunft große Projekte nach Augsburg zu holen, um wichtige Impulse für den Arbeitsmarkt in Augsburg und der Region zu setzen." Auch künftig wird sich die AIP mit konkreten Arbeitsmarktprojekten, Arbeitsmarktforschung und Personalentwicklungsfragen beschäftigen.


