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Mit BINS 50plus haben ältere Arbeitslose in Nordschwaben neue Chancen.

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by merkhofer — last modified 2009-06-05 13:50

Von Neu-Ulm bis Aichach und von Nördlingen bis Memmingen sind rund 8500 über 47 Jahre arbeitslos. 1000 davon sollen bis Ende 2010 Arbeit finden. Das ist das Ziel der Beschäftigungsinitiative Nordschwaben (BINS). „Wir wollen den älteren Langzeitarbeitslosen Hilfestellungen geben, damit sie auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen“, sagt Reinhold Demel , Geschäftsführer der Augsburger und Donauwörther Agentur für Arbeit.

Zur Beschäftigungsinitiative 50plus in Nordschwaben (BINS) haben sich Arbeitsgemeinschaften für Beschäftigung (ARGE) aus Augsburg Stadt und Land, Dillingen, Donau-Ries, Günzburg, Neu-Ulm und dem Wittelsbacher Land sowie die drei Arbeitsagenturen Augsburg, Donauwörth und Memmingen zusammengeschlossen. In den ARGEn setzen Kommunen und Arbeitsagenturen gemeinsam Arbeitsmarktreformen um.

Um die Arbeitslosenquote Älterer zu senken, haben AIP, BBZ, bfz Donauwörth, Kolping Neu-Ulm, INIFES und PTG Vermittlungs- und Qualifizierungsmodule für ältere Arbeitslosen aufgelegt. Außerdem unterstützt das Projekt der ARGEn Firmen dabei, den demographischen Wandel zu bewältigen. „Da die Belegschaften immer älter und junge Fachkräfte zusehends rar werden, müssen Firmen bessere Bedingungen schaffen, damit mehr Mitarbeiter bis zum Rentenalter für sie tätig sein können“, meint Prof. Dr. Peter Guggemos, AIP-Geschäftsführer und Fachmann für Altersmanagement.

BINS ist einer von 62 bundesweiten Beschäftigungspakten, die der Bund im Rahmen der Initiative „Perspektive 50plus“ mit 240 Mio. € fördert. Mit BINS wird die frühere Beschäftigungsinitiative Augsburg für Ältere (BIA) 50plus auf ganz Nordschwaben ausgeweitet. Dank BIA 50plus konnten allein im Raum Augsburg rund 500 Langzeitarbeitslose über 50 Jahre vermittelt werden.

Nach Nordschwaben fließen 5 Mio. € vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die Stadt Augsburg engagiert sich mit 600.000 €.

Die Förderung des Bundes ist allerdings erfolgsabhängig. Für jeden vermittelten älteren Langzeitarbeitslosen gibt es 5000 €. Erst wenn die Zielvorgabe von 1000 erfolgreichen Vermittlungen erfüllt ist, wird die komplette Fördersumme fällig.

Das erfordert eine intensive Betreuung der Klientel, sind sich die Projektpartner einig. „Unsre Arbeit geht auch ein Stück weit in die Lebensberatung“, meinte Gottfried Denkel, Geschäftsführer der ARGE Wittelsbacher Land. „Wir müssen vor allem auch bei den Personalchefs, obwohl die ja oft selbst der Altersgruppe angehören, Überzeugungsarbeit leisten“, ergänzt Karl Heider, der stellvertretende Geschäftsführer der ARGE Donau-Ries.

Die Projektpartner sind zuversichtlich, ihr ehrgeiziges Vermittlungstzel auch zu erreichen. „Bei der Beschäftigungsinitiative in Augsburg hat sich gezeigt: drei Viertel der Firmen, die einen Arbeitslosen über 50 eingestellt haben, sind mit ihm zufrieden“, sagt Eckart Wieja, der Geschäftsführer der ARGE Augsburg-Stadt. Eine Zahl, die viele ältere Langzeitarbeitslosen hoffen lässt, dass auch sie eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten.

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